… der EONIA Zinssatz?

Im Zusammenhang mit reinen Geldmarktfonds und der kurzfristigen Anlage von Kapital fällt oft der Begriff EONIA. Den allermeisten Lesern dürfte klar sein, dass das Ganze irgendwas mit Zinsen zu tun hat, aber nur die wenigsten können wohl konkret etwas mit dem Begriff anfangen.

Grundsätzlich steht die Abkürzung für “Euro Overnight Index Average”, starkt vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei dem Wert um den Euro-Tagesgeldzinssatz. Etwas mehr ins Detail gehend ist der EONIA Zinssatz (WKN 965994 /ISIN EU0009659945) der gewichtete Durchschnitt der Zinssätze, welche eine Gruppe von 43 Banken (Panel-Banken) im Euro-Währungsraum im reinen Interbankengeschäft für unbesicherte Tagesgeldausleihungen effektiv abgeschlossen haben. Die besagten 43 Panel Banken stellen die genannten Daten jeden Tag bis spätestens 18.30 Uhr CET der Europäischen Zentralbank zur Verfügung, welche daraufhin den tagesaktuellen Kurs bis etwa 19.00 Uhr CET mit drei Nachkommastellen Genauigkeit festsetzt.

Praxisbedeutung für den Anleger kommt dem Euro Overnight Index Average im Zusammenhang mit reinen Geldmarktfonds, insbesondere als ETFs, zu. Der Vorteil bei ETFs liegt allgemein in der niedrigen Kostenstruktur, Abbildungen von Referenzzinsssätzen sind wiederum nochmals deutlich günstiger als Abbildungen von Indizes oder Branchen. Einige der großen ETF-Anbieter haben dem Trend zu verstärkt sicherheitsorientierten Geldanlagen mittlerweile Rechnung getragen und bieten entsprechende Produkte an. Stellvertretend genannt sei in diesem Zusammenhang die Deutsche Bank mit ihrem ETF EONIA Total Return Index. Aber auch die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH bietet eine auf dem EONIA-Zinssatz basierende Tagesanleihe an.

Weblinks zum Thema
deutsche-finanzagentur.de
finanzen.net
dbxtrackers.de


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Datum: Mittwoch, 20. Mai 2009 19:16
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