… Straight Forward Dealing?

Der weltweite Finanzmarkt zeichnete sich während der letzten Jahre durch eine stetige Erweiterung der Möglichkeiten spekulativer Geldanlageformen aus, immer komplexere Varianten entstanden, nur die wenigsten Anleger sind tatsächlich in der Lage Sinn und Unsinn von Optionsscheinen, Zertifikaten und Futures sowie deren zahlreichen Abwandlungen korrekt zu erklären.

Als Antwort auf immer undurchschaubarere Konstrukte entstanden vor einiger Zeit dann die mittlerweile sehr beliebten CFDs (”Contract for Difference”), eine Art moderne Finanzwette, welche sich mit zahlreichen ganz unterschiedlichen Basiswerten kombinieren lässt.

Eine neuere, ebenfalls einfach nachvollziehbare Form der spekulativen Anlage stellt nun das Straight Forward Dealing (kurz SFD) dar. Diese innovative Anlageform wurde vom Handelshaus Lang & Schwarz entwickelt und zeichnet sich durch eine Verwandtschaft zum bekannten Optionsschein aus, als Basiswert kommen die Mitglieder von Dax und MDAX sowie einige wenige Spots zum Einsatz. Der Investor kann mit sehr geringem Kapitaleinsatz 1:1 an der Bewegung des gewählten Basiswerts partizipieren, hohe Transparenz und einfache Strukturen machen SFDs auch für mittelfristig orientierte Privatanleger interessant.

Eine Änderung im Basiswert von 1 Cent schlägt sich in einer größengleichen Änderung im Straight Forward nieder, der Spread im SF entspricht immer dem des Basititels und wird nicht von volatilen Marktbedingungen (Stichwort CFDs!) beeinflusst. Der Preis des SFDs lässt sich als Differenz von Preis der Aktie und Basis einfach berechnen.

Zu beachten ist dass Käufer von “Bull SFDs” nur einen geringen Anteil des gehandelten Volumens selbst finanzieren, der größere Rest hingegen vom Emittenten Lang & Schwarz finanziert wird. Hierfür hat der Anleger einen Zinsanteil zu zahlen, “umgesetzt” wird dieser durch die tägliche Anpassung der Basis.

SFDs besitzen einen im vornherein festgelegten “Stop Level”, bei Erreichen dieser Marke wird die Hedgepositionen automatisch aufgelöst und die positive Differenz zwischen Basis und Glattstellungspreis ausbezahlt. Totalverluste sind - extreme Gaps ausgenommen - im Regelfall ausgeschlossen.

Als wichtigste Vorteile dieses innovativen Finanzderivats sind die Chance auf überproportionale Gewinne (Hebel i.d.R. 5:1) bei beschränktem Verlustrisiko, das Fehlen einer Nachschusspflicht, die Möglichkeit über Short SFDs auch von fallenden Märkten zu profitieren sowie hohe Transparenz und eine vergleichsweise günstige Gebührenstruktur zu nennen.

SFDs sind - wie bereits angemerkt - eine Schöpfung von Lang & Schwarz, DEM Pionier im außerbörslichen Handel auf dem deutschen Markt. Für den Privatanleger ist die Handel über die DAB-Bank möglich, welche in Zusammenarbeit mit der sino AG | High End Brokerage aktuell versucht das neue Produkt auf dem deutschen Markt zu etablieren.

Weblinks zum Thema
sfd-market.de
ls-d.de
dab-bank.de


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Datum: Mittwoch, 23. Dezember 2009 14:37
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