Fremdwährungsfinanzierungen als Alternative

Eine interessante Alternative besonders im Bereich der Finanzierung von Immobilien stellen sog. Fremdwährungsdarlehen dar. Diese Kreditsonderform ist in Deutschland - Ausnahmen bestätigen die Regel - noch relativ unbekannt, in anderen Ländern (beispielsweise Österreich) sind Fremdwährungskredite aber bereits sehr verbreitet.

Eine Fremdwährungsfinanzierung zeichet sich dadurch aus, dass die Kreditaufnahme in ausländischer Währung erfolgt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich in diesem Zusammenhang Schweizer Franken und Japanische Yen. Nominale Zinssätze von 3% und weniger lassen den Traum vom günstigen Hypothekenkredit in greifbare Nähe rücken, auch die Vereinbarung einer höheren Tilgungsrate erscheint relativ unproblematisch.

Wer sich für diese Finanzierungsform entscheidet, erhält den Kreditbetrag in der entsprechenden Währung ausbezahlt, auch die Darlehensrückzahlung erfolgt in der Fremdwährung. Dem Kreditnehmer bleibt in den meisten Fällen das Wechselkursrisiko, da die Verpflichtung in der Regel auf Euro lautet.

Die Beliebtheit dieser Darlehenssonderform ist primär im niedrigen Zinssatz in den entsprechenden Ländern - beispielsweise Schweiz und Japan - zu sehen. Fremdwährungsfinanzierungen stellen jedoch immer eine Form der Währungsspekulation dar. Wie sich leicht nachvollziehen lässt führen steigende Wechselkurse zu einer Verteuerung des Darlehens, sinkende Kurse zu einer Verbilligung. Die Hauptschwierigkeit für deutsche Kreditnehmer besteht meist darin, den ausländischen Kreditmarkt entsprechend einschätzen zu können.

In der Praxis recht häufig anzutreffen ist eine Kombination mit Lebensversicherungen oder Investmentfonds. Zum ohnehin recht großen Währungsrisiko kommt somit noch ein nicht zu unterschätzendes Renditerisiko dazu. Nicht zu vernachlässigen sind zu leistende Provisionszahlungen und Bearbeitungsgebühren, da in aller Regel Kreditvermittler als Bindeglied zwischen Bank und Darlehensnehmer geschaltet sind. Schließlich zu erwähnen sind auch die Umrechnungsgebühren und die Immobilienwertgutachten-Kosten. All diese Faktoren führen zu einer teils erheblichen Verteuerung des effektiven Jahreszinssatzes von Fremdwährungsfinanzierungen.

Ergänzend ist anzumerken, dass für die Aufnahme eines Fremdwährungskredites äußerst hohe Anforderungen an die Kreditwürdigkeit des Antragstellers gestellt werden. Ein Fremdwährungskredit ist also nur bei erstklassiger Bonität eine wirkliche Finanzierungsalternative.

Weblinks zum Thema
powerhyp.de
baufinanzierung-bayern.de
swisshyp.de


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Datum: Samstag, 8. November 2008 19:52
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemeine Finanzen

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2 Kommentare

  1. 1

    also mir wäre das risiko da zu hoch. aber das muss jeder selbst wissen. wenn ich schon auf meine eigenen vier wände spare dann möchte ich wenigstens halbwegs eine planungssicherheit haben…

  2. Fremdwährungsdarlehen-Expertin
    Montag, 9. Februar 2009 15:58
    2

    Nebenbei lohnt sich ein solches Darlehen auch erst ab einem Betrag von mindestens 100.00 Euro und das Risiko ist, wie mein Vorgänger schon anmerkt, einfach zu hoch.

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