Immer mehr Gratis-Angebote bei Girokonten
Ein interessanter Beitrag des Magazin Focus nimmt Bezug auf eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zum Thema “Kostenlose Girokonten” und weist in diesem Zusammenhang auch auf durchaus vorhandene Haken und Ösen bei einzelnen Angeboten hin.
Die Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass sich ein Girokontenwechsel grundsätzlich durchaus lohnen kann, mehr als 200 Euro jährlich können auf diese Art und Weise gespart werden. Die Krux an dem Ganzen sind oft die mit der Kostenfreiheit verbundenen Bedingungen.
Die Anzahl an Gratis Girokonten nimmt aktuell weiter stark zu, jedoch sind es nahezu ausschließlich innovative Direktbanken, welche sich ein Kontoführungsmodell ohne Gebühren “leisten können”. 50 der 73 im Test geprüften Banken boten zwar ein kostenloses Gehalts-, Lohn- oder Rentenkonto an, klassische Filialbanken findet man aber so gut wie gar nicht. Bei den bundesweit tätigen Filialbanken kommt der norisbank eine Ausnahmestellung zu - hier gibt es tatsächlich ein Gratis-Konto mit Kreditkarte. Regional begrenzt auf Gebühren für die Kontoführung verzichtet wird bei Sparda- und PSD-Banken.
Die Unterschiede bei den getesteten Gratis-Angeboten sind beträchtlich. Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem geforderten monatlichen Mindestgeleingang zu. Auch die Frage nach der Bargeldabhebung und den hiermit verbundenen Kosten spielt natürlich eine große Rolle. Besonders schlecht sieht die Situation bei Kunden der im Cashpool zusammengeschlossenen Banken aus: Im ganzen Bundesgebiet stehen hier lediglich 2500 Geldautomaten zur Verfügung, an welchen ein kostenloser Bezug möglich ist. Wer bei der Sparkasse Kunde ist hat beispielsweise die Auswahl unter mehr als 24000 Geldautomaten. Sehr groß waren auch die Unterschiede hinsichtlich der Zinsen bei Dispositionskrediten. Hier lagen die einzelnen Banken mit ihren Angeboten rund acht Prozent auseinander (Spanne sieben bis fast 15 Prozent).
Trotz alledem - ein Girokontenwechsel lohnt sich - wie auch die Welt kürzlich feststellte - in der Tat. So errechnete die bekannte Direktbank ING-DiBA einen Stundenlohn von 72 Euro, wenn man den für den Wechsel notwendigen Zeitaufwand dem auf drei Jahre kalkulierten Nutzen gegenüberstellt.
Weblinks zum Thema
focus.de
welt.de
online-finanz.info