Tagesgeldkonten für Selbstständige und Unternehmer besonders interessant
Tagesgeldkonten wurden früher von den Banken kaum angeboten, werden inzwischen aber immer beliebter, und das hat durchaus seine Gründe. Grundsätzlich gibt es bei fast keiner Bank einen Mindestbetrag, den man einzahlen muss, und die Verzinsung wird auch auf einen einzigen Euro Guthaben gezahlt. Die Laufzeit ist unbegrenzt und wer kurzfristig eine höhere Summe abheben möchte, kann das jederzeit tun. Die Zinsen für ein Tagesgeldkonto sind erheblich höher als bei einem normalen Sparbuch, sie betragen zwischen 2 und 6 Prozent. Der Zinssatz kann variieren je nach der Höhe der eingezahlten Summe. Je höher die eingezahlte Summe, um so höher der Zinssatz. Laufzeiten gibt es keine. Nur einen garantierten Zinssatz für einen gewissen Zeitraum, drei Monate, sechs Monate oder zwölf Monate. Trotzdem kann das Geld jederzeit abgehoben werden. Die Zinsen werden je nach Rahmenbedingungen der jeweiligen Bank, monatlich gutgeschrieben, manche Banken tun dies auch viertel- oder halbjährlich. Das Konto kann bequem online oder telefonisch geführt werden. Überweisungen sind nur auf ein vorher festgelegtes Konto möglich – zum Beispiel das eigene Girokonto.
Selbstständige und Unternehmer, die oft auf die Zahlung ihrer Rechnungen warten müssen, haben durch ein Tagesgeldkonto weitere Vorteile, denn gerät das Girokonto durch eine unerwartete Abbuchung oder eine nicht geleistete Zahlung ins Minus, wird dieser Minusbetrag durch das Tagesgeldkonto ausgeglichen. Ein Tagesgeldkonto kann man also gut auch als Ergänzung zum Girokonto sehen – und das zu einem attraktiven Zinssatz. Einzahlungen kann man bequem online abwickeln, man kann aber auch bar einzahlen.
Früher boten Banken ein Tagesgeldkonto nur für Privatkunden, Freiberufler und Selbstständige an, inzwischen führen auch große Firmen Tagesgeldkonten. Selbstständige und Unternehmer haben die Möglichkeit, höhere Summen für ein paar Tage “zwischenzuparken”. Dadurch ist zumindest ein kleiner Zinsgewinn für die jeweiligen Beträge möglich. Firmen, die mit Drittgeldern von Kunden arbeiten müssen, verfahren häufig nach diesem Muster.
Das Tagesgeldkonto ist als Anlageform sicher, und man kann als Kunde jederzeit über sein Geld verfügen. Die Zinserträge eines Tagesgeldkontos müssen allerdings mit 30 Prozent versteuert werden – von daher lohnt es sich, einen Freistellungsantrag zu stellen, denn bis zu einer gewissen Summe sind Zinserträge steuerfrei. Die Konditionen der diversen Anbieter sollte man allerdings genau prüfen, denn manche Banken knüpfen Bedingungen an die Eröffnung eines Tagesgeldkontos, auch wenn die Kontoführung kostenlos ist und sonst keine Gebühren fällig werden.
Weblinks zum Thema
cortalconsors.de
nibcdirect.de
online-finanz.info
Donnerstag, 5. Juni 2008 22:03
Hi,
immer beliebter wird auch das sogenannte Tagesgeld Hopping, um möglichst den höchsten Zinssatz zu erzielen. Nähere Infos siehe:http://www.tagesgeld-news.de/tagesgeldkonten/tagesgeld-hopping-immer-die-besten-zinsen-beim-tagesgeld-konto/
Freitag, 31. Oktober 2008 15:24
Anmerkung zu Doe: Das stimmt zwar, allerdings wäre es für viele Kunden zu unkomfortabel, alle sechs Monate zu wechseln. Ich erwarte auch eine gewisse Zinskonsolidierung nach der Kaupthingpleite.