Deutsche Industriebank AG vor Verkauf
Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Newsticker berichtet steht der Verkauf des krisengeschüttelten Bankhauses IKB wohl unmitttelbar bevor. Am kommenden Mittwoch soll zu diesem Zweck der Präsidialausschuss des Verwaltungsrats der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW zusammenkommen.
Dann soll auch entschieden werden, wer den Zuschlag für eine Übernahme bekommt. Eine wichtige Rolle wird in diesem Zusammenhang die Empfehlung der staatlichen KfW-Bank spielen, die rund 45 Prozent der IKB- Anteile hält. Bekanntermaßen haben bis zuletzt die schwedische Großbank SEB, die US-Beteiligungsgesellschaft Lone Star und der Finanzinvestor RHJ International ihr Interesse an der IKB signalisiert. Einer der genannten drei Bieter soll bereits aus dem Rennen sein, welcher ist allerdings unklar.
Als Favorit für die Übernahme des Düsseldorfer Bankhauses, das vor allem aufgrund des Kundenschwerpunkts Mittelstand eine interessante Übernahmeoption darstellt, gilt RHJ International (RHJI) . Ursprung der aktuellen IKB-Probleme sind Fehlspekulationen im Zusammenhang mit der US-Amerikanischen Kreditkrise. Die Pleite konnte dank massiver finanzieller Hilfen - insbesondere von Seiten der staatlichen KfW - abgewendet werden. Insgesamt waren wohl nahezu 10 Milliarden Euro notwendig um die Insolvenz zu verhindern (vor allem in Form von Absicherungsleistungen durch Bund und Bankenwirtschaft).
Die durchgeführte Kapitalerhöhung von über 1,25 Milliarden Euro wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau nahezu alleine getragen, was deren Anteil an der IKB auf rund 90 Prozent steigern dürfte. Die neuen Aktien wurden von den restlichen Inhabern in nur geringem Maße angenommen, am vergangenen Montag lief die Zeichnungsfrist aus.
Was die wettbewerbsrechtliche Seite anbetrifft muss bezüglich des Vollzugs der Kapitalerhöhung wohl noch bis Oktober gewartet werden, dennoch profitiert das angeschlagene Bankhaus bereits aktuell von 1,5 Milliarden “frischen” Kredit-Euro durch die KfW.
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ikb.de