Schwarzbuch der Börse mit fünf DAX-Werten
Es ist wieder mal so weit – die SdK (Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger) veröffentlichte ihr sogenannntes “Schwarzbuch Börse”. Dieser Report setzt sich in besonders kritischer Art und Weise mit dem Börsengeschehen der kurzfristigen Vergangenheit auseinander und stellt als Resultat dieser Auseinandersetzungen schwarze Schafe “an den Pranger”.
An der Spitze der diesjährigen Opfer stehen zwei große Verlierer der US-amerikanischen Hypothekenkrise – die West LB und die IKB. Die Aufnahme ins aktuelle Schwarzbuch verdanken die beiden ihrem überzogenen Gewinnstreben und der Vernachlässigung eines sinnvollen Risikomanagements.
Wie jedes Jahr haben es auch heuer einige der DAX-Schwergewichte ins Börsenschwarzbuch geschafft. Die SdK “berief” – aus unterschiedlichsten Gründen – die Konzerne Daimler, Siemens, Volkswagen, MAN und Hypo Real Estate in den Kreis der “Auserwählten”. Die Gründe für die Aufnahme reichen vom “Inbegriff für Korruption” bei Siemens bis hin zur Verflechtung der Aufsichtsratsführung bei VW und MAN in Form von Ferdinand Piech, dem die SdK in Punkto Unternehmensführung ein alles andere als gutes Zeugnis ausstellt. Der Hypo Real Estate wirft der Report bewusste Schönfärberei vor: Anfänglichen Behauptungen von der US-Kreditkrise nicht betroffen zu sein folgte im Januar eine rabenschwarze Quartalsbilanz. In Sachen Daimler ist es der frühere “Kapitän” Jürgen Schrempp, dem das Unternehmen den Schwarzbucheintrag verdankt: Diesem stehen trotz der bekannt katastrophalen Kursentwicklung der Daimler-Aktie Optionseinnahmen im Wert von rund 50 Millionen zu.
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