Autofinanzierung
Kaum ein Autokäufer, weder wer einen Neuwagen noch einen Gebrauchtwagen bei einem Autohändler kauft, zahlt diesen mit Bargeld. Immer mehr Kunden nutzen dabei die Autofinanzierung, entweder über ihre Hausbank, dann treten sie beim Autohändler wie Barzahler auf und bekommen eventuell hohe Rabatte oder über eine Autobank, mit der der Autohändler zusammenarbeitet.
Ist der Autohändler Vertragshändler eines bestimmten Herstellers, beispielsweise ausschließich Fiat Händler, arbeitet er eng mit der Fiat Bank zusammen und versucht dort für seinen Kunden einen Kredit zur Autofinanzierung zu erhalten. Das erfolgt heute zumeist online und in normalen Fällen erhält der Autohändler schon innerhalb von wenigen Minuten, nachdem er die Daten der Kunden und des Fahrzeugs zur Bank gesendet hat, eine Finanzierungszusage mit bestimmten Auflagen.
Der Händler läßt dann das Fahrzeug auf den Kunden zu und reicht den Kreditvertrag, der vom Kunden unterschrieben ist, zusammen mit aktuellen Einkommensnachweisen des Kunden und dem KFZ-Brief bei der Autobank ein. Innerhalb weniger Tage wird die Autofinanzierung von der Bank abgerechnet, der Kunde erhält mit der Post eine Darlehensbestätigung und der Händler bekommt das Geld ausbezahlt.
Da die Autofinanzierung nicht immer glatt läuft, arbeitet der Händler mit mehreren Banken zusammen und wenn eine Bank die Finanzierung so nicht abwicklen möchte, dann versucht der Händler bei einer anderen Bank die Autofinanzierung genehmigt zu bekommen. Insbesondere bei Kunden mit schwachen Einkommensverhältnissen oder mit negativen Bonitätsmerkmalen kann es vorkommen, dass einer Autofinanzierung nicht zugestimmt wird oder die Kunden einen solventen Bürgen beibringen müssen. Wenn alle Versuche scheitern, versucht ein Händler manchmal mit einer Händlerbürgschaft die Autofinanzierung abzusichern. Das machen die Autobanken nur, wenn der Autohändler über die entsprechende Bonität verfügt.
Autor: Thomas Meyer - meythomas@googlemail.com