Policendarlehen eine sinnvolle Finanzierungsalternative?

Bei kurzfristig auftretendem Finanzbedarf kann eine Lebensversicherungsbeleihung durchaus eine sinnvolle Finanzierungsvariante sein, allerdings gibt es in diesem Zusammenhang einige Punkte zu beachten.

Von einem Policendarlehen wird gesprochen, wenn eine Kapital bildende Lebensversicherung zur Vorauszahlung verwendet wird. Es handelt sich hierbei um kein Darlehen im klassischen Sinne, sondern um einen Vorschuss auf die zu erwartende Lebensversicherungsleistung.

Der Abschluss ist sowohl beim betreffenden Lebensversicherer als auch bei externen Kreditgebern möglich. Der aktuelle Rückkaufwert ist die entscheidende Einflussgröße auf die mögliche Kreditsumme. Allerdings wird dieser Rückkaufswert noch um einige Positionen vermindert, wodurch sich in der Regel eine 80- bis 90-prozentige Darlehenshöhe ergibt.

Policenkredite sind äußerst flexibel und individuell gestalltbar, was die Rückzahlung des Darlehens anbetrifft. Eine Tilgung ist in der Regel jederzeit möglich, spätestens muss das Policendarlehen zum Zeitpunkt des Versicherungsendes oder zum Eintreten des Leistungsfalles abgelöst werden. Findet keine vorzeitige Tilgung statt, wird die Vorauszahlung mit der Versicherungsleistung verrechnet.

Ein Policenkredit ist prinzipiell auch dann möglich, wenn Ihre Lebensversicherung bereits beitragsfrei gestellt wurde. Ob diese Art der Kreditfinanzierung wirklich Sinn macht sollte sehr genau überprüft werden, ein eingehender Vergleich verschiedener Angebote und Varianten im “Normalkredit”-Bereich kann helfen, einen unüberlegten Schnellschuss zu vermeiden.

Weblinks zum Thema
banktip.de
focus.de
lifefinance.de


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Datum: Freitag, 20. Juni 2008 15:13
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