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 Arten der Finanzierung

 

Außenfinanzierung Teil 2 - Fremdfinanzierung

Grundlegende Bedeutung für den Wirtschaftskreislauf gebührt dem Bereich der Fremdfinanzierung. Hierunter fallen grundsätzlich alle Kapitalflüsse von außen, aufgrund derer dem Unternehmen Fremdkapital zur Verfügung gestellt wird. In den allermeisten Fällen sind für diese Kapitalflüsse Darlehen und Kredite verantwortlich, das Kapital fließt also vom Darlehensgeber zum Unternehmen. Für die Überlassung des Kapitals bei gleichzeitigem Fehlen eines Mitspracherechts bzgl. Mittelverwendung bzw. Unternehmensführung sowie Gewinn-/Verlustbeteiligung auf Seiten des Kapitalgebers verlangt dieser eine Gegenleistung in Form von Kreditzinsen.

Dieser Kreditzins setzt sich im Unternehmensbereich (mittlerweile ist dies auch bei Privatkrediten zunehmend der Fall) aus zwei verschiedenen Komponenten zusammen. Dies ist zum ersten der für alle Kreditnehmer gleiche risikolose Marktzins und zum zweiten ein an der Risikostruktur des entsprechenden Unternehmens ausgerichteter Risikozuschlag. Dieser Aufschlag orientiert sich am geschätzten Risiko des gesamten Unternehmensumfeldes sowie am Umfang verfügbarer Sicherheiten. Es versteht sich von selbst, dass der Darlehensnehmer auch im Verlustfall den Kredit zurückzuzahlen hat. Für den Fall dass die Darlehenstilgung nicht möglich ist stehen die eingebrachten Sicherheitsleistungen zur Verfügung aus welchen der Darlehensgeber seine Forderungen befriedigen kann.

Im Bereich der Fremdfinanzierung wird gängigerweise eine Klassifizierung der Kredite über den Zeithorizont vorgenommen. Zu den langfristige Kreditfinanzierungsvarianten zählen Darlehen (in aller Regel wird der Begriff synonym mit mit dem Terminus Kredit verwendet, es gibt allerdings auch Sachdarlehen), Obligationen (Schuldverschreibungen, verzinsliche Wertpapiere), Wandelanleihen (verzinsliches Wertpapier mit der Option zum Umtausch in Aktien), Optionsanleihen (Kombination aus Forderung und Bezugsrecht auf Aktien) und Schuldscheindarlehen (nicht börsenfähige Verbriefung in Form einer Urkunde).

Im kurzfristigen Fremdfinanzierungsbereich sind als Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung Lieferantenkredite (nähere Infos), Kundenkredite (geleistete Anzahlungen, Vorauszahlungen oder Abschlagszahlungen eines Kunden), Kontokorrentkredite (nähere Infos), Wechsel (Urkunde mit der Verbriefung einer unbedingten Zahlungsanweisung des Ausstellers an den Bezogenen, an ihn oder einen Dritten zu einem festgelegten Zeitpunkt eine bestimmte Geldsumme zu zahlen), Diskontkredite (vorzeitige Diskontierung eines Wechsels), Lombardkredite (nähere Infos), Rembourskredite (Kredit im Außenhandelsgeschäft, Akzeptanz einer Tratte des Exporteurs durch die Rembourdsbank) sowie Avalkredite (nähere Infos) zu nennen.

 

 

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