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 Kreditzinsen

 

Zum Unterschied zwischen nominalem und effektivem Jahreszins...

Wer den Kreditmarkt beobachtet und sich für die Beantragung eines Onlinekredits interessiert, der wird feststellen, dass die Werbebotschaften der meisten Kreditanbieter in etwa die Form "Darlehen bereits ab 4,44% eff. p.a." besitzen. Um beim gemachten Beispiel zu bleiben: Der Kreditanbieter offeriert Darlehen, welche im günstigsten Fall (Einflussfaktoren sind die Kreditsumme und / oder -laufzeit sowie teilweise auch die Antragstellerbonität) mit 4,44% effektiv pro Jahr verzinst werden. Die Abkürzung p.a. stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "per annum" was wiederum "pro Jahr" meint. Aber was heiß nun effektiver Zins? Und wo liegt der Unterschied zu den nominalen Kreditzinsen?

 

• Nominalzins

Der nominale Zins bestimmt - schlicht ausgedrückt - die Höhe der Gebühr, welche der Kreditnehmer für das "Ausleihen" des Kreditsumme zu zahlen hat. Er beschreibt die Verzinsung der Kreditsumme ohne Berücksichtigung evtl. Nebenkosten (Bearbeitungsgebühren etc., mehr dazu weiter unten). Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die konkrete Entwicklung des nominalen Zinsniveaus sind die Refinanzierungsmöglichkeiten der Bankinstitute, welche wiederum von den Leitzinsen der Nationalbank bzw. der Europäischen Zentralbank innerhalb der Europäischen Union abhängen. Erhöht die Nationalbank die Leitzinsen, so bedeutet dies, dass auch die Refinanzierungskosten der Banken ansteigen. Diese Erhöhung wird (mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung) auch an den Endkunden weitergegeben. Der Nominalzins für sich ist nur in sehr geringem Maße aussagekräftig, wenn ein detaillierter Kreditvergleich durchgeführt werden soll.

 

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• Effektivzins

Eine bessere Grundlage für den Vergleich mehrerer konkreter Kreditangebote ist der effektive Jahreszins, dessen Kennzeichnung in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Im Effektivzins inkludiert sind auch etwaige Kreditnebenkosten. Hierzu zählen beispielsweise Bearbeitungs- und Abschlussgebühren oder auch ein evtl. Disagio bei Darlehensauszahlung (mittlerweile nicht mehr üblich). Aber aufgepasst: Nicht alle Kreditkosten müssen in "eff. p.a." eingeschlossen sein. Beispielhaft erwähnt seien Zuschläge für Ratenaussetzungen und Teilzahlungen oder auch Bereitstellungszinsen  Ein weiterer Faktor, der dafür verantwortlich ist, dass nominale und effektive Kreditzinsen "auseinanderdriften", sei an einem einfachen Beispiel erklärt: Wenn ein Darlehen von 10.000 Euro jährlich mit 6% verzinst wird, so beträgt die Zinsbelastung 600 Euro. Da der Kreditnehmer die 600 Euro Zinsen aber nicht jährlich, sondern monatlich bezahlt (12 mal 50 Euro), tritt ein Zinsverlust ein, da - streng genommen - die Zinsen zu früh bezahlt werden. Neben dem Zeitpunkt der Zinszahlung spielt auch die Verrechnung von Tilgungsleistungen eine Rolle. Stimmen Zahlungs- und Verrechnungszeitraum nicht überein, werden Zinsen für an sich getilgte Schulden bezahlt, was die Schere zwischen nominalen und effektiven Kreditzinsen weiter öffnet.

 

 



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